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  • Die Gärten in Wörme
  • Hausgarten
  • Samenbau
  • Vielfalt
  • Beregnung
  • Zusammenhänge
Der biologisch-dynamische oder demeter-Landbau ist bekannt, weil das Gemüse gesund zu sein verspricht.

Bei manchen auch nur, weil es besser schmeckt. Die Pioniere, und auch viele der Menschen, die heute als Gärtner oder Bauern biologisch-dynamisch mit der Natur zusammenarbeiten sehen es aber als Wichtigstes an, die Erde zu pflegen. Die Erde pflegen heißt die Natur pflegen, und das wiederum heißt, das Zusammenspiel der verschiedenen Glieder des großen Organismus zu pflegen. Und so wie jede Landschaft ein Teil des Erdorganismus ist, so ist jeder Hof ein Teil des Landschaftsorganismus, der Garten ein Organ des Hofes.

Schon vor 70 Jahren beschreibt Rudolf Steiner unsere besondere Aufgabe in dem er rät, das Zusammenspiel innerhalb des Organismus so zu stärken, daß er nach Außen unabhängiger wird, er eine Haut bildet und eine geschlossene Individualität entsteht.
Der Gemüsebau oder die Gemüseproduktion gilt heute als zehrend, als abbauend für den Gesamtbetrieb. Der Garten ist im alten und neuen Sinne aber ein Ort besonderen Umsatzes, starker Humuspflege. Steinmauern, Wasser, Blumen, Kräuter, Sträucher und damit Insekten und andere Tiere bilden die besondere Atmosphäre.

Auch Saatgut und Forschung können hier ihren Platz finden.

Der Garten hat auch eine extra Haut und kann so ein Quell der Gesundheit für die gesamte Hofindividualität sein. Aus ihm können Urbilder für die Gestaltung der Landschaft genommen werden.

Vieles an diesem Ideal scheint uns allen selbstverständlich, und doch sucht jeder sich Schwerpunkte. Manches entwickelt sich wie von selber auf dieses Ziel zu, ohne daß Zuschauer und Täter es merken, aber immer wieder stellt der Gärtner fest, bis der Garten einigermaßen seinem Bild entspricht, dauert es länger als man denkt.

In Wörme bemühen wir uns um große Vielfalt, wir wollen auch Tiere pflegen bzw. sie einsetzen, sei es nur um Abfälle und Unkräuter gezielt als Futter an Hühner oder Ziegen loszuwerden und als Belohnung den speziellen Mist zu erhalten oder sei es um die Pferde zusätzlich zur schonenden Bodenbearbeitung einzusetzen.
Der Samenbau ist neu hinzugekommen und die Arbeit im Garten ist geprägt von der Beschäftigung mit den Wurzeln der Pflanzen und den daraus sich ergebenden Konsequenzen für Bodenbearbeitung und den Umgang mit Wasser und Dünger.

Verrückt erscheint es dem Betrachter, besonders dem Fachmann, daß auf dem armen Wörmer Sand die große Vielfalt an Gemüsen auch noch ohne Beregnung angebaut wird. Die Vielfalt an Gemüsen hat mindestens zwei Aspekte.

Wir haben gemerkt, daß die Kunden, warum auch immer, das Gemüse direkt aus Wörme haben wollen, obwohl es für uns in vielen Fällen leichter wäre, es von anderen, ähnlich gelagerten Höfen ( Arpshof, Sonnenhof ) zuzukaufen.

Dagegen ergibt sich für uns der kürzerer Absatzweg inklusive höherer Preis und ein geringeres Risiko bei Ausfällen einzelner Gemüsesorten. Konsequent, gesundheitlich , verkehrsökologisch wie auch –ökonomisch wäre es, wenn die Verbraucher dabei auf etwas mehr regionale, jahreszeitlich nicht verfügbare Ware verzichteten um sich wirklich diesem einen geschlossenen Hoforganismus zu verbinden. Für diesen haben diese Kundenwünsche und der Versuch der ganzjährigen Vielfalt die Folge, daß der Gemüseanbau interessanter und schwieriger wird.

Wie kann ich verfrühen, ohne zuviel Energie oder Plastikfolie einzusetzen?

Wie kann ich mehr Gemüse anbauen, ohne den Aufwand unnötig in die Höhe zu treiben?

Wie erreiche ich bessere Haltbarkeit für Lagergemüse bis zum Anschluß an frisches Gemüse?

Wie finde ich Gemüsearten, die das Angebot erweitern?

Wie arbeite ich mit Menschen statt mit Maschinen?

Dadurch ergibt sich neben der Mehrarbeit für die Gärtner, daß wir neben allen anderen Kulturen, inklusive vieler Exoten, noch sieben für uns völlig neue Gemüsearten anbauen: Cardy, Löwenzahn, Sauerampfer, Haferwurzel, Klettenwurzel, Gemüsemalve und gelbe Salatrübe.

Es bleiben auch mehr Gemüse den Winter über auf dem Feld: Löwenzahn, Sauerampfe, Pastinake, Chicorée, Spinat, Salat, Möhre, Porree, Feldsalat, Winterpostelein, Haferwurzel, Grünkohl.

Wir bekommen mit der Vielfalt auch neue Arten und Familien mit anderen Blüten- und Blattfarben anderer Chemie, anderen Symbionten und auch neue Wurzeln, die eine andere Bodenentwicklung begünstigen können. Und damit kommen wir zu unserem nächsten Anliegen:

Die Wurzel der Pflanze als Nahrungsorgan und als Helfer bei der zukünftigen Entwicklung des Bodens.

Die Wurzel ist das jüngste Organ in der Evolution der Pflanzen. Sie ist nur bei den Gefäßpflanzen vorhanden. Wir unterscheiden zwischen sproßbürtigen, sekundären Wurzelsystemen und Wurzeln, die im Keimling angelegt sind und zur Pfahlwurzelbildung neigen. Der Gegensatz zwischen diesen beiden Wurzeltypen ist größer, als man gemeinhin denkt. Die Pfahlwurzel dringt tief in den Boden ein, ist weniger von Stoffen abhängig, kümmert sich nicht um die Vielfalt der Stoffe im Oberboden, sucht sozusagen das jungfräuliche Gestein oder die Auswaschungshorizonte. Sie ist gleichzeitig Grundlage der Holzbildung, das heißt des sekundären Dickenwachstums. Dadurch hebt die Pflanze den Boden über sein Niveau und dringt tief in Richtung Erdmittelpunkt vor, verbindet Himmel und Erde.

Der andere Wurzeltyp beschäftigt sich mehr mit dem Oberboden. Wie die menschlichen Sinne spürt die Pflanze mit ihm jedem Stoff hinterher, schmeckt, riecht, fühlt den Lichtwirkungen hinterher, tastet und bildet so den Boden in seiner chemischen Struktur nach. Gemeinhin pflegen wir heute mit Hilfe von Düngung, Bewässerung, Bodenbearbeitung eine Ertragssteigerung durch die Anregung des Oberbodens, fördern so die Seitenwurzelbildung. Viele unserer Maßnahmen in Wörme versuchen gerade, den Charakter der Pfahlwurzel zu stärken. Niedrigeres Düngungsniveau, schonende Bodenbearbeitung, besonders der Versuch, keine trennenden Schichten im Boden entstehen zu lassen, Auswahl von Pflanzen, deren Wurzelsystem die Pfahlwurzel betont (Chicorée, Schwarzwurzel, Luzerne) und Nichtberegnung sollen einen Gemüsebau möglich machen, der den Unterboden einbezieht.
Pfahlwurzelgeprägte Nahrungsmittel ernähren im Menschen auch Anderes als seitenwurzelgeprägte. Ein Ziel des Menschen ist es, sich mit der irdischen Materie auseinanderzusetzen, und hierbei erfährt er Hilfe, wenn er Pflanzen ißt, die ihm dies vormachen.

Der Verzicht auf Beregnung ist dabei ganz entscheidend, weil die Anstrengung aller Pflanzen gerade in trockenen Sommern sich dann auf das Tiefenwachstum richtet. Das hat zur Folge, daß die Pflanzen es jetzt schwerer haben, aber dann auch gehaltvoller sind, gut ausgereift, und wenn sie gesund bleiben, sich auch besser aufbewahren lassen als wasserhaltige. Die Folgewirkung für die nächsten Jahre ist, daß die Pflanzenwurzeln es zukünftig leichter haben, den Boden aktiv aufzuschließen, und daß weniger Trinkwasser verbraucht wird.
Es wäre jetzt lohnend, immer mehr Querverbindungen zu ziehen zwischen den einzelnen Gliedern unseres Gartenideals.

Es zeigen sich aber schon so Zusammenhänge, die sichtbar werden lassen, daß, wenn wir auch an vielen Fronten kämpfen und Mißerfolge einstecken müssen, so stützen sich auf die Dauer die verschiedenen Maßnahmen. Und wenn wir auch nicht die ganze Zeit an die Kunden und ihre gesunde Ernährung denken, so führt doch der Versuch, daß viele Menschen das Zusammenwirken der unterschiedlichen Tiere und Pflanzen leiten, um einen Garten als echtes Organ der landwirtschaftlichen Individualität entstehen zu lassen, am Ende zu gesundem Obst und Gemüse.

Hof Wörme No 2

Viel Raum für Entwicklung...

Wir sind ein großer Demeter-Bauernhof am Nordrand der Lüneburger Heide.

Besuchen Sie unsere Website und finden heraus, in welchem Bereich Sie bei uns Erfahrungen machen möchten.

Unsere Spezialitäten

  • Brot und Kuchen aus dem hofeigenen Holzbackofen, eigener Sauerteig
  • Milch, Käse & Co.
  • Fleisch und Wurst von Rind & Schwein
  • Suppenhühner frisch
  • Obst, Gemüse und Kartoffeln
  • Getreide, Pasta
info (@) hofwoerme.de
+49-4187- 60 98 49
+49-4187- 34 75
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