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  • Schulpraktikum
Liebe Freunde von Wörme !

Die Gegend in der Wörme liegt, und der Hof selbst, sind einfach traumhaft. Man kann sehr schön mit dem Pferd in die Heide reiten oder spazieren gehen. Seitdem ich (Sarah 15 Jahre, aus Bremen) mit meiner Klasse auf Landwirtschaftspraktikum im Juni/Juli ´98 war, suche ich sehr viel die Einsamkeit, die ich dort von so positiver Seite kennenlernen durfte. Doch eigentlich ist man dort nie einsam, es gibt immer liebe Menschen, die für einen da sind. Ich habe viele Menschen, auch in meinem Alter kennengelernt. Wörme ist unser Treffpunkt. Wir kommen dort aus ganz Deutschland zusammen.

Das Schulpraktikum ging zwei Wochen. Ich lebte in dieser Zeit mit meiner Klasse im Schafstall, der für Klassen eine Schlaf- und Essensgelegenheit bietet. Ich habe in dieser Zeit sehr viel positives wie auch negatives erlebt und viel dazugelernt. Ich lebte die Zeit vor dem Praktikum sehr lustlos und wollte nicht nach Wörme mit. Ich hatte Angst vor der großen Verantwortung.

Wir waren innerhalb der Klasse noch in sechs Gruppen aufgeteilt und hatten verschiedene Aufgaben auszuführen. Unter anderem eine Woche lang Zäune ziehen, was ich für sehr schwer empfand, aber sehr schön war, sowie Salate pflanzen und Unkraut beim Chicoreè jäten. Ich ließ mich in den ersten Tagen von meiner Klasse mitziehen und war somit ständig am nölen über die Arbeit. Doch merkte ich schnell, daß dies falsch war und entzog mich dem Gruppendruck gegen die Arbeit, behielt aber die Entscheidung für mich. Was mich damals bei der Arbeit erschreckte war Clemens v. Schwanenflügels strenge Art. Ich war so etwas nicht gewohnt und etwas sonderbar berührt. Doch ich hatte mich schnell an diese Art gewöhnt. Nun bin ich ihm dafür dankbar, weil ich besser verstehe, aus welcher Intention heraus sie sich über einen ergießt. Langsam nahm ich auch Kontakt zu den Lehrlingen und Zivis auf und fragte sie vieles, verstand aber anfänglich nur wenig von dem was sie sagten.

Wir hatten die zwei Wochen über strömenden Regen; trotz allem machte mir die Arbeit in der letzten Woche doch sehr viel Spaß, aber besonders dadurch, daß mir einige der Lehrlinge die Augen geöffnet haben. Dafür bin ich ihnen dankbar. Ich übernahm von nun an mehr Verantwortung und identifizierte mich mit der Arbeit. Doch wir mußten nicht jeden Tag aufs Feld: Zwei Tage durfte jede Gruppe zu Christiane v. Schwanenflügel in die Küche, wo wir für ca. 50 Leute kochen durften. Das hatte keiner von uns schon mal gemacht. Zum großen Erstaunen aller Anwesenden blühte ich zur„Arbeitswütigen“ auf, worüber ich selbst ganz erstaunt war. Zumal sie nicht nur aus der Verantwortung zur Natur erwuchs, sonder zugleich befriedigte und Spaß machte. Am Abend sah und wußte man was geleistet worden war. Als ich wieder in Bremen war, sah ich unseren Garten mit ganz anderen Augen und machte dort gleich weiter. Jeder der nach dem Praktikum zu mir nach Hause kam, erkannte mich kaum noch wieder, ich hatte mich in dieser Zeit wohl sehr verändert. Obwohl fast die ganze Klasse mit der Praktikumszeit verbunden war, war zu bemerken, wie die Anteilnahme am Hof abbröckelte und von anderen Erlebnissen überlagert wurde. Bei mir hingegen zeigte sich, wie lang erscheinende Sommerferien plötzlich in den Aufgaben, die der Hof forderte, aufgezehrt waren und wie schwer es war sich aus den Anforderungen, welche die Natur stellt, wieder zu lösen und innere Räume für dir Schule frei zu machen.

Ich war ganze 5 ½ Wochen in den Sommerferien in Wörme. Seit diesen Sommerferien bin ich so oft wie möglich in Wörme gewesen. Selbst in den Herbstferien war ich da. So hatte ich das Glück den Wechsel der Lehrlinge und Zivis mitzuerleben. Gleichzeitig scheint das Weggehen der Einzelnen wie Lichtpunkte in der Welt zu werden, die Kraft und Zuversicht verleihen, daß auch dort diese Art zu leben Fortsetzung und Keime erhält. Es entsteht ein Band der Verbundenheit mit ihnen, das den Rahmen des Hofes auf die Welt erweitert. Die ganze Zeit über beeindruckt es mich, wie die Landwirtschaft fast ganz ohne Maschinen, Gifte und Kunst-dünger bewältigt wird. Aber der Hof ist immer glücklich über freiwillig helfende Hände. Es geht wohl nicht nur darum, möglichst viele gesunde und schöne Produkte zu erzeugen, sondern auch um die Gemeinschaft des seit über 50 Jahren bestehende, auf biologisch dynamische Weise wirtschaftenden Hofes. Was mich so berührt hat ist, daß Wörme auch Menschen auf dem Hof hat, die nicht alleine leben könnten und halb betreut werden müssen.

Ich glaube, daß soziale Arbeit auch dazugehört. Alle versuchen der Gesellschaft zu zeigen, was soziale Arbeit heißt und gehen mit einem guten Beispiel voraus. Auch in diesem Bereich habe ich gelernt etwas sozialer gegenüber anderen Menschen zu sein. Clemens v. Schwanenflügel ist sehr hilfsbereit und versucht für alle und alles dazusein. Er ist ein strenger und zielstrebiger Landwirt, der versucht, möglichst genau nach Rudolf Steiners Grundsätzen die Landwirtschaft zu meistern. Ich wünsche aber trotz alle dem, daß mehr Menschen sich für DEMETER – Bewirtschaftung entscheiden könnten und damit dafür sorgen, daß die Erde noch etwas länger leben kann, und sie sich somit gegen die genmanipulierten Produkte entscheiden. Das liegt mir am meisten am Herzen.

Ich bin sehr froh Wörme kennengelernt zu haben und verdanke allen dort Tätigen viel.

Hiermit bedanke ich mich bei allen für alles ganz herzlich!

8.11.98 Sarah Riches

Hof Wörme No 2

Viel Raum für Entwicklung...

Wir sind ein großer Demeter-Bauernhof am Nordrand der Lüneburger Heide.

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Unsere Spezialitäten

  • Brot und Kuchen aus dem hofeigenen Holzbackofen, eigener Sauerteig
  • Milch, Käse & Co.
  • Fleisch und Wurst von Rind & Schwein
  • Suppenhühner frisch
  • Obst, Gemüse und Kartoffeln
  • Getreide, Pasta
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